jnpFAQ – Wie weit geht Norddeutschland für Euch?

Wir sind die letzten, die eine Mauer um Norddeutschland bauen würden. Aber wenn doch: Wo? Dort, wo der NDR nicht mehr zu empfangen ist? Dort, wo man mit Platt oder Hochdeutsch auffällt? Gäbe es eine Obergrenze für süddeutsche Exilanten und Kontingente für hervorragende Nachwuchsmusiker*innen mit einer guten Integrationsprognose? Was wäre mit unserem Berliner Büro? Außerdem, was ist norddeutscher: Eine gebürtige Flensburger Studentin in München oder ein in Hamburg lebender Student vom Bodensee?

Die Geschichte ist ganz einfach: Die jnp-Gründer kommen aus MV: Clemens aus Güstrow, Matthes aus Waren/Müritz und Karl Heinrich aus Pinnow. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine Musikhochschule, die hochschule für musik und theater rostock und ein zweites Hochschulorchester braucht niemand. Deswegen wurde das Gründungsprojekt in Hamburg, Hannover, Lübeck, Bremen und Berlin beworben. Mit den ständigen Umzügen im Studierendenalter verbreitete sich die „norddeutsche“ wie ein Lauffeuer durch Süddeutschland, Europa und die ganze Welt. Auch die Organisation der jnp-Projekte dezentralisierte sich nach der Gründung umgehend und wurde u.a. von Aachen, London, Kopenhagen, München, Weimar und Wuppertal betrieben aber eben auch immer in Rostock, Hamburg, Hannover, Bremen, Lübeck, Lüneburg, Oldenburg, etc. Auch die späteren Vorstandsgenerationen kommen wie von Geisterhand alle aus Norddeutschland oder wurden eingebürgert. Das Berliner Büro als Hauptstadt-Dependance hat sich einfach irgendwie ergeben und ist für uns ein Tool unter vielen wie Skype oder Slack. Die Musik spielt aber woanders: Wir haben dem ein oder anderen süddeutschen Freund bereits die Ostsee gezeigt und zahlreichen internationalen Gästen den Ganztagsgruß „Moin“ verklickert. Wir freuen uns immer über die zahlreichen Bewerbungen aus Wien („Servus“), Basel („Grüezi mitenand“) und der ganzen Welt aber die jnp-Projekte finden eben überwiegend in Norddeutschland statt: Nicht erschrecken, wenn wir bei der jnp reden wie wir schreiben und es so meinen, wie wir es sagen. „Jo.“ ist hier ein vollständiger Satz!

Geschrieben von: Konstantin Udert

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