Arnold Stieve (Besetzung)

Seit wann bist Du ein Teil der jnp bzw. des jnp Teams?
Ich bin beim Sommerprojekt 2015 zum ersten Mal als Geiger besetzt worden. Ich habe mich dann von Projekt zu Projekt immer mehr dem Team angenähert. Zunächst wurde ich dann zum Beispiel mal nach meiner Meinung gefragt, später auch mal zu einem jnp-Treffen eingeladen. Im Frühjahr 2017 bin ich dann Teil des Teams geworden, als ich mein Amt in der Besetzungskoordination angetreten habe.

Was sind Deine Aufgaben und Tätigkeitsbereich(e) bei der jnp?
Als Geiger und Bratschist war und bin ich in erster Linie als Musiker in der jungen norddeutschen philharmonie tätig. Trotzdem bin ich auch Teil des Teams. Als einer von drei Streichern in unserem Besetzungsteam, versuche ich mit meinen Kollegen gemeinsam, eine möglichst stimmige Besetzung auf die Beine zu stellen. Dafür ist unbedingt notwendig, alle Bewerbungen zu kennen und sich immer offen und unvoreingenommen damit auseinanderzusetzen. Natürlich sind wir alle vom Besetzungsteam auch dafür zuständig, Ansprechpartner für das Orchester zu sein und somit unter anderem alle möglichen Fragen zu beantworten. Da diese Fragen oftmals nicht nur die Besetzung betreffen, sondern alle Themen betreffen können, ist es des Weiteren unumgänglich, dass ich mich möglichst immer auf dem Laufenden halte, was Neuigkeiten aus dem gesamten Organisations- und Vorstandsteam angeht. Diesen Informationsaustausch versuchen wir generell immer wieder neu zu perfektionieren und somit sind alle meine technischen Geräte voll mit abgefahrenen Kommunikations-Apps und anderen coolen Tools, die ich für die jnp so brauche. Doch nicht nur Hightech-Austausch, sondern auch eine persönlichere Ebene ist wichtig. Und deshalb werden immer mal wieder Treffen mit dem ganzen Team geplant, in denen versucht wird, dass jede Person sich alles von der Seele sprechen kann und in denen alle auf den neuesten Stand gebracht werden können. Da bin ich dann selbstverständlich auch vor Ort und das sehr gerne! Denn wir planen nicht nur alles Mögliche zusammen, sondern schätzen uns auch alle außerhalb unserer Arbeit sehr, sodass ich mich immer wieder freue, wenn ich bei solchen Treffen Leute wiedersehen kann, die ich außerhalb der Projekte viel zu selten sehe.

Wie bist Du zu der jnp gestoßen?
Im Sommer 2012 hatte ich mal ein Konzert der jnp in Hamburg gesehen. Eine Freundin von mir hatte da mitgespielt und wild im Internet Werbung gemacht. Als ich dann das riesige Orchester vor mir sah, vielen mir besonders drei Sachen auf: 1. Ich kannte viel mehr Leute als ich erwartet hatte. 2. Dieses Orchester Klang einfach geil. Und dann war da noch der wichtigste Punkt: Es lag diese Aufbruchsstimmung einer noch relativ frischen Gründung in der Luft. Ich war fasziniert von dem Maß an Kommunikationsfreudigkeit und Spielfreude während der Aufführung und der Einigkeit, mit der alle gemeinsam an einem Strang zu ziehen schienen. Und spätestens, als am Ende des Abends alle aufstanden und begannen einen mehrstimmigen Chor vorzutragen war für mich klar, dass ich da mitspielen möchte. Das traute ich mir anfangs noch gar nicht zu. Drei Jahre später (2015) jedoch, habe ich mich getraut. Ich war vorher zwar sehr aufgeregt, doch wenn man dann im Orchester sitzt, dann ist die jnp einfach immer ein Ort, wo ich gerne bin. Daher spiele ich bis heute mit.

Was ist die jnp für Dich?
Geile Musik, Luftmatratze, Mut zur Innovation

Wenn ich nicht für die jnp organisiere, dann …
… studiere ich Bratsche, ärgere mich oft darüber, zu wenig Sport zu machen und philosophiere über die kleinen Schönheiten des Lebens.